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Am heutigen Dienstag wurde erstmals der „Chancentod des Jahres“ vom Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) gemeinsam mit der DGB Jugend, dem studentischen Dachverband fzs, den Elternverbänden NRW, dem Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) sowie „SJD – Die Falken“ verliehen. Mit dem Preis wird eine Person oder Organisation ausgezeichnet, die sich in jüngster Vergangenheit besonders um die Bildungsungerechtigkeit in der Bundesrepublik verdient gemacht hat.
Die Trophäe in Form eines Bildungstrichters, der sinnbildlich für die extreme Selektivität im deutschen Bildungssystem steht, wurde an die Hamburger Grüne Alternative Liste (GAL) in Abwesenheit vergeben. „Viele der über 60 für den Chancentod Nominierten hätten diese Auszeichnung verdient gehabt“, erklärt Andre Schnabel, Bezirksjugendsekretär der DGB-Jugend Sachsen: „Wir halten die Wahl der Jury, in der neben VertreterInnen u. a. von studentischen und gewerkschaftlichen Organisationen auch das `Deutsche Studentenwerk`, vertreten durch Prof. Dobischat, mitwirkte, für richtig.“ „Die GAL Hamburg hat sich mit der Zustimmung zu nachgelagerten Studiengebühren vom Ideal einer Bildung als öffentliches Gut, das für jede/jeden frei zugänglich ist, verabschiedet“, erläutert Malte Clausen, Geschäftsführer des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren. “Wir hoffen, dass der bundesweite Unmut von bildungspolitischen AkteurInnen, welcher durch den Preis seinen Ausdruck findet, zu einem Umdenken innerhalb der Hamburger GAL führt“, so Clausen weiter.
Diana Greim vom Verein zur Förderung des Rechts auf Bildung ergänzt: “Gerade die Ergebnisse der noch unveröffentlichten Studie im Auftrag des Bundes zu Studiengebühren beweisen die negativen Auswirkungen des Rückzugs des Staates aus der Bildungsfinanzierung.“ „Wir glauben nicht, dass der Dresdner Bildungsgipfel wirkliche Verbesserungen für das deutsche Bildungssystem hervorbringen wird“, sagt Marco Unger von der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS). Weiter führt er aus: „Der von außerparlamentarischen Organisationen wie bpsw. StudentInnen-, SchülerInnen-, Elternorganisationen sowie Gewerkschaftsjugenden getragene öffentliche Alternativgipfel steht in einem bewussten Kontrast zur Intransparenz des Bildungsgipfels der Bundesregierung.“
Fotos der Preisverleihung des „Chancentod des Jahres“ finden Sie unter www.abs-bund.de Für Rückfragen erreichen Sie Malte Clausen unter 0163 759 084 2 oder per Email an
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