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Die DGB-Jugend Sachsen ist bestürzt über den neuesten Übergriff von Neonazis auf eine junge Kenianerin am Samstag auf der Prager Straße. Die DGB Jugend Sachsen ruft deshalb alle Dresdnerinnen und Dresdner dazu auf, am 18. Oktober um 12 Uhr zur Demo der Kampagne „Ladenschluss - jetzt“ zum Wiener Platz zu kommen, um friedlich gegen Rassismus und „Naziläden“ in ihrer Stadt Gesicht zu zeigen. „Viele haben über Jahre geglaubt, dass das Erstarken der Nazis in Sachsen eher ein Problem der ländlichen Regionen ist. Schlimm aber weit weg“, so André Schnabel von der DGB-Jugend Sachsen. Seit Monaten mehren sich die Übergriffe auf Ausländer und anders denkenden Menschen in Dresden. Anschläge auf Dönergeschäfte, das Abbrennen eines vietnamesischen Gemüseladens und jetzt der Überfall auf eine kenianische junge Frau am Samstag sind nur Beispiele von immer mehr werdenden Übergriffen in Dresden.
„Die Rechten unternehmen auch zunehmend Anstrengungen sich im Alltagsleben zu etablieren. Die Eröffnung eines Ladens in der Innenstadt im letzten Jahr, in dem eindeutig Naziklamotten der Marke „Thor Steinar“ verkauft werden, ist ein deutlicher Beleg dafür“, so Schnabel. „Auch die Jugendlichen, die am Samstag die junge Frau überfallen haben, hatten solche Sachen an. Da die Aufmachung unauffälliger als in früheren Jahren daher kommt und so auf weniger Beachtung stößt, stören sich viele Leute nicht daran bzw. sie erkennen die Bedeutung einfach nicht“, erklärt der junge Gewerkschafter. „Aus diesem Grund klären und sensibilisieren wir als Gewerkschaftsjugend, wo es uns möglich ist“. „Wir müssen dem braunen Spuk endlich ein Ende setzen. Demonstrationen, wie die am Samstag, sind eine gute Möglichkeit um klar zum Ausdruck zu bringen, dass die Dresdnerinnen und Dresdner Nazis satt haben“, so Schnabel abschließend. |