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Auf die aktuellen Ausbildungszahlen für Sachsen hat die DGB-Jugend Sachsen mit heftiger Kritik an den Arbeitgebern reagiert. Besonders die Abnahme an betrieblichen Ausbildungsverträgen gegenüber 2007 sei „unakzeptabel und eine verpasste Chance“, sagte heute der DGB-Jugendsekretär André Schnabel. „Auch wenn die Relation zwischen Angebot und Nachfrage dieses Jahr deutlich besser ist als in den Jahren zuvor, bleiben wieder viele tausende sächsischer Jugendlicher bei der Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz auf der Strecke. Offensichtlich haben viele Arbeitgeber immer noch nicht verstanden, dass die besten Fachkräfte selbst ausgebildet werden“, ist André Schnabel sauer auf die sächsischen Arbeitgeber.
„Wie kann es sein, dass bundesweit 1,7% mehr Lehrverträge abgeschlossen wurden als im Vorjahr, nur in Sachsen sind es weniger geworden?“ „Hier wird einfach eine Chance vertan“, ist sich Schnabel sicher. „Der demografische Wandel bietet die Möglichkeit endlich mehr Jugendlichen, die einen betrieblichen Ausbildungsplatz suchen, auch einen zu geben. Stattdessen wird behauptet, dass von Jahr zu Jahr die Jugendlichen immer dümmer werden und es so keine Möglichkeit gibt sie auszubilden. Nach eigenen Angaben hat Sachsen das beste Schulsystem der Bundesrepublik und gleichzeitig sind die Jugendlichen nach Aussagen der Wirtschaft weniger ausbildungsreif als die anderer Bundesländer?“ So lassen sich seiner Meinung nach zumindest die Zahlen interpretieren. „Wir fordern die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft auf diese paradoxe Situation zu beenden. Will Sachsen auch weiterhin wirtschaftlich erfolgreich sein muss es allen Jugendlichen auch eine berufliche Perspektive bieten“. |