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DGB Jugend DGB-Jugend Sachsen
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"Internationaler Tag der Jugend" am 12. August 2008

Anlässlich des „Internationalen Tages der Jugend“ erklären die DGB-Jugend Sachsen sowie der Jugendrat des IGR Elbe-Neiße (Interregionaler Gewerkschaftsrat) folgendes: „Unsere Vorstellungen von der Zukunft, von Familie und Freunden aber auch von Politik sind die gleichen in unserer Region (Niederschlesien (Polen), Nordböhmen (Tschechien) und Sachsen). Aber auch die Probleme sind oft die gleichen. Jugendarbeitslosigkeit, Wegzug von Jugendlichen aus der Region, das Demografieproblem und so weiter, beschäftigen uns gleichermaßen. Deshalb gehen wir die Lösung der Probleme auch gemeinsam an“ so André Schnabel, Bezirksjugendsekretär des DGB-Sachsen.

Anlässlich des Internationalen Tages der Jugend fordern die Jugendlichen aus den drei Ländern: „Wir müssen in Europa zu einheitlichen Sozialstandards kommen, die sich nicht nach unten orientieren. Dazu brauchen wir eine Strukturpolitik, die nicht national, sondern grenzüberschreitend gedacht wird. Es geht darum, Jugendliche in der Region zu halten und es zur normalsten Sache der Welt werden zu lassen, dass Polen täglich zur Arbeit nach Deutschland fahren, Deutsche nach Tschechien usw.“, so gibt Schnabel die Meinung der Jugendlichen von DGB-Jugend, CMKOS und Solidarnosc wieder.

Den aktuellen Diskussionen, wonach Arbeitgebervertreter(innen) fordern, Jugendliche aus Polen und Tschechien nach Sachsen zu holen, da hier vor Ort die ausbildungsfähigen Jugendlichen ausgehen würden, erteilt Schnabel eine deutliche Absage. „Diese Forderung ist aus zwei Gründen unsinnig. Erstens hat sich der Arbeitsmarkt in Polen und Tschechien in den letzten Jahren so entwickelt, dass die Jugendlichen im eigenen Land gebraucht werden. Zweitens ist es an der Zeit, dass auch die noch nichtvermittelten Jugendlichen eine faire Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommen. Nach Jahren des Überangebotes muss sich die sächsische Wirtschaft auf die Jugendlichen einstellen, die in Sachsen vorhanden sind“; so Schnabel weiter.

Im Zusammenhang mit den Aussagen der Wirtschaft zur Ausbildungsreife junger Menschen in Sachsen geht Schnabel in seinem Statement abschließend kurz auf die Pisadiskussion ein. „Irgendwie passen die Aussagen von Wirtschaft und Vertretern des Kultusministeriums in Sachsen nicht zusammen. Letztere rühmen sich immer, wie gut das sächsische Schulsystem ist. Aber wenn man das Alles zusammen betrachtet, kann da etwas nicht stimmen. Die Verantwortlichen für Schule in Sachsen müssen endlich begreifen, dass sich etwas ändern muss, damit die Jugendlichen in diesem Land nicht weiterhin die Leidtragenden sind“.

 
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