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DGB Jugend DGB-Jugend Sachsen
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Drei Brandanschläge in Dresden innerhalb von 8 Tagen

DGB Jugend Sachsen solidarisiert sich mit den Betroffenen

Dresden, 30.08.2010

 

In der Nacht vom 28. auf den 29.08.2010 wurde die Tür einer Jüdischen Begräbnishalle in Dresden Johanstadt von Unbekannten entzündet.

In der Nacht vom 23. auf den 24.08.2010 wurde ein Mordanschlag auf Bewohner/innen eines alternativen Wohnprojektes in Dresden-Pieschen verübt. Ein Molotov-Cocktail landete in einem Schlafzimmer in der dritten Etage der Robert-Matzke-Straße 16, in welchem zu diesem Zeitpunkt eine Person schlief. Es ist ein großes Glück, dass bei diesem Anschlag niemand zu Schaden kam, da der Brandsatz rechtzeitig gelöscht wurde. Dieser Brandanschlag ist bereits der zweite dieser Art in Dresden innerhalb von einer Woche und der zehnte Brandanschlag von Rechtsextremen im Jahr 2010 in Sachsen.

Am 19.08.2010 zündeten Neonazis ein Zimmer eines alternativen Wohnprojektes in Dresden-Löbtau an. Diese Angriffe auf Leib und Leben von Menschen stellen eine Serie von Brandanschlägen dar, die bereits im Jahr 2008 in Sachsen begann. So wurde am 02.08.2010 vor dem Amtsgericht Bautzen ein Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Oppach/Oberlausitz verhandelt und drei der vier rechtsextremen Tatverdächtigen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Außerdem kam zu einem Brandanschlag auf des soziokulturelle Projekt Café Courage in DÖbeln.In der Nacht vom 25.08.2010 auf den 26.08.2010 entzündeten bisher noch unbekannte Täter gegen 2 Uhr ein Transparent an der Hausfassade des Treibhaus e.V. Döbeln. Das Transparent richtete sich mit seiner Aussage gegen die gängige Abschiebepraxis und war in ca. 3 Meter Höhe über dem Bürgersteig an der Hausfassade befestigt.

Die DGB Jugend Sachsen verurteilt Taten die den Tot von Menschen bewusst in Kauf nehmen. 

Wir solidarisieren uns mit den Betroffenen der Brandanschläge und können ihre Besorgnis nachfühlen, wenn ihre Lebensgemeinschaften von Neonazis bedroht werden. Wir verurteilen diese Anschläge auf das Schärfste und erwarten von den Verantwortlichen ein deutliches öffentliches Zeichen, dass solche Taten nicht geduldet werden.

 
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