Nach 18 Jahren Pause besuchte im Oktober 2009 eine Delegation der DGB-Jugend aus NRW und Sachsen den israelischen Gewerkschaftsdachverband Histadrut. Jetzt gab es den Gegenbesuch: Ende Mai/Anfang Juni waren dreizehn junge Israelis zu Gast in NRW, Berlin und Sachsen. Gemeinsam mit jungen deutschen Kolleginnen und Kollegen reisten sie zehn Tage durch Deutschland. Nach einem ausführlichen Gespräch mit dem nordrhein-westfälischen Bezirksvorsitzenden des DGB, Guntram Schneider, standen Gespräche mit Betriebs- und Personalräten, politische Termine und Besuche in Gedenkstätten auf dem Plan. Highlights der Delegation waren: - die Besichtigung der Villa ten Hompel. Dort hatte während des Dritten Reichs die Ordnungspolizei ihren Sitz – eine Polizeigliederung, die auch am Holocaust maßgeblich beteiligt war. - der Besuch der Krombacher Brauerei und das Treffen mit Willi Brase MdB, DGB-Regionsvorsitzender Sieger-/Sauerland, - ein Gespräch mit dem Gesandten des Staates Israel in Deutschland (stellvertretender Botschafter), Emmanuel Nahshon. Dabei ging es um die deutsch-israelischen Beziehungen und um Fragen der Sozialpolitik und der israelischen Außenpolitik. - eine Fahrt zum ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald. Für die TeilnehmerInnen war es die erste Gelegenheit, eine KZ-Gedenkstätte zu besuchen. Entsprechend emotional waren die Reaktionen. In Buchenwald fand eine gemeinsame Zeremonie im Gedenken an die Opfer des nationalsozialistischen Massenmords statt.
- der Besuch der Semperoper in Dresden. Hier gab es ein Treffen mit dem Personalrat, eine sachkundige Führung und – als kulturelles Highlight – der Besuch einer Macbeth-Aufführung. Am Schluss waren sich alle einig: Der Austausch soll weitergehen. Nicht nur konnten die Arbeitsbeziehungen zwischen Histadrut und DGB-Jugend gefestigt werden, es entstanden auch viele persönliche Freundschaften. |